Das Komfortangebot an Schienenfahrzeugen zu verbessern, ist einen wichtige Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Verkehrs. Vor allem die Fahrzeugklimatisierung kann hier einen im wahrsten Sinn des Wortes „fühlbaren“ Beitrag leisten.

Für dieses Mehr an thermischer Behaglichkeit für die Fahrgäste wird aber nicht unerheblich mehr Energie benötigt, was z.B. bei einem Reisezugwagen bis zu 100MWh/a betragen kann. Bewährte Klimakonzepte bieten heute meist eine sehr gute thermische Behaglichkeit in Schienenfahrzeugen, eine Energieverbrauchsoptimierung stand dabei aber bisher nicht im Vordergrund.

Mit steigender ökologischer und ökonomischer Ausrichtung der Bahnunternehmen gewinnt nunmehr das Erschließen von Energieeinsparpotentialen, wie sie unter anderem bei der Klimatisierung von Schienenfahrzeugen gegeben sind, immer mehr an Bedeutung.

Um den Energiebedarf an elektrischer Energie der Klimaanlagen in Schienenfahrzeugen analysieren zu können, sind möglichst genaue Leistungsdaten bei verschiedenen Umgebungs- und Betriebszuständen erforderlich.

Die Klimaanlage (Heizung, Lüftung und Kühlung) ist der zweit größte Energieverbraucher nach der Traktion in einem Schienenfahrzeug. Daher ist es besonders wichtig, deren Energieverbrauch abhängig von unterschiedlichen klimatischen Außenbedingungen und Betriebsarten zu kennen. Rail Tec Arsenal hat hierfür ein Standard-Testprogramm entwickelt mit dem diese Statuserhebung des Energiebedarfs bei der Klimatisierung möglich ist und das die Grundlage für Optimierung oder Verifizierung von Energieeinsparungsmaßnahmen ist.

In Zusammenarbeit mit ADSE Consulting & Engineering bietet RTA als zusätzlichen Service die Kombination von Klimatests mit Energieeffizienzanalysen an, die als Basis für Prognosen über die LLC (life cycle costs) dienen.

Aus der Kombination von im Klima-Wind-Kanal gewonnen Messdaten und metereologischen Informationen des Klimas am zukünfitigen Einsatzortes kann ADSE den Jahresenergieverbrauch der Klimaanlage errechnen. Dieser Verbrauch hat maßgeblichen Einfluss auf die LLC, welche von Hersteller- ebenso kritisch beobachtet werden wie von Betreiberseite.

Die Simulation von Tagesprofilen gibt weiters Aufschluss über die Leistung der Klimanalage unter typischen, realistischen Betriebsbedingungen. Mittels dieser Energieverbrauchsanalyse können Optimierungsmaßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauch entwickelt werden, deren Effekt in der Folge im Model sofort simuliert und überprüft werden kann. 


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