Die Luftfahrtindustrie benötigt für klimatische Erprobung neuer Produkte Klima-Wind-Kanäle. Kaltstarttests von Triebwerken, Vereisungstests und Untersuchungen von Bauteilen unter extremen Temperaturen liefern wichtige Ergebnisse.

Auch die Luftfahrtindustrie benötigt für klimatische Erprobung neuer Produkte Klima-Wind-Kanäle, da „in-situ“ Untersuchungen zeitaufwendig, schlecht reproduzierbar und oft auch nicht ungefährlich sind. Typische Klimatests sind:

  • Vereisungstests verbessert im neuen Vereisungs-Wind-Kanal
  • Kaltstarttests von Triebwerken
  • Klimatisierung des Cockpits und der Kabine
  • Untersuchungen von Bauteilen unter extremen Temperaturen und Sonneneinstrahlung
  • Strömungstechnische Untersuchungen an Triebwerken und Tragflügeln

Beispielhaft werden nachfolgend drei zulassungsrelevante Testszenarien für ein Hubschraubertriebwerk beschrieben, die von Rail Tec Arsenal durchgeführt werden:

  • Für das Durchfliegen von unterkühlten Wolken sind die atmosphärischen Vereisungsbedingungen nach einschlägigen Normen herzustellen. Dabei muss der flüssige Wassergehalt der Luft bei einer bestimmten Tröpfchenverteilung und bei verschiedenen Windgeschwindigkeiten sichergestellt sein. Die durch Vereisung entstehenden Druckverluste an den Turbineneinläufen und Veränderungen im Luftdurchsatz werden messtechnisch dokumentiert.
  • Der so genannte „Ice-Shedding-Effekt“ tritt auf, wenn die Maschine in vereisende Witterungsbedingungen gerät und er Pilot rasch wärmerer Witterungsbedingungen aufsuchen muss. Durch die rasche Erwärmung können sich bereits gebildete Eisansätze ablösen und in die Turbineneinlässe gelangen und dort zu Störungen und Beschädigungen führen.
  • Durch Kondensationserscheinungen im Kraftstofftank können bei längeren Flügen mit tiefen Außentemperaturen Eiströpfchen entstehen. Dadurch kann sich der Kraftstofffilter verlegen, was jedoch nicht zum Ausfall der Treibwerke führen darf.

Drucken