Mit maßgeschneiderten Tests zur Lösung individueller Problemstellungen werden Funktionstests an Subsystemen durchgeführt. Weiters sind Ver-schmutzungstests v.a. für die Transportindustrie von speziellem Interesse.

Thermischer Komfort des Fahrzeuginnenraums

Schwerpunktmäßig werden Aufheiz- und Abkühlzeiten eines über längere Zeit abgestellten Fahrzeuges ermittelt. Ebenso wird das Regelverhalten der Klimaanlage bei wechselnden Umgebungsbedingungen vom Heiz- in den Kühlbetrieb bis hin zur Hochdruckabschaltung des Klimakompressors beobachtet.

Für Linienbusse lässt sich ein typischer Fahrbetrieb mit Stationsaufenthalten realistisch simulieren. Die Nutzung des Rollenprüfstandes zur Simulation von Fahrzyklen oder auch Dauerlasten in Kombination mit der Simulation von Wind, Sonne sowie Wärme- und Feuchtigkeitsabgabe der Fahrgäste runden das Angebotsspektrum ab.

 

Tests mit unterschiedlichen Niederschlagsformen

Die Simulation von Regen, Nass- und Trockenschnee bei variablen Tröpfchengrößen ermöglichen eine Untersuchung des Eindringens von Schnee oder Regenwasser in Luftansaugungen (Klimaanlage / Motor) bei verschiedenen Varianten von Frontverkleidungen, Luftführungen bzw. Abscheidesystemen. Eine Beregnung oder Beschneiung der Fahrzeugfront gestattet vielseitige Analysen der Sichtverhältnisse an der Frontscheibe mit Konzentration auf die Wischqualität des Scheibenwischsystems und auf das Verhalten des Regensensors.

Durch eine bestimmte Kombination der Umgebungsparameter (Temperaturen / Feuchte) können auch Kondensationserscheinungen auf den Seitenscheiben hervorgerufen werden, die die Sichtverhältnisse des Fahrers zum Rückspiegel stark beeinträchtigen.

Hohe Luftfeuchte und frostige Umgebungstemperaturen in Verbindung mit einer geringen Lastanforderung des Motors führen mitunter zu Vereisungseffekten in den Kanälen des Lufttemperatur und Luftfeuchte ermöglichen Beobachtungen dieser Art und erlauben aufgrund ihrer Reproduzierbarkeit einen Vergleich verschiedener Varianten zur Vermeidung von Vereisungseffekten.

 

Funktionalität des Antriebssystems

Wichtig für die Inbetriebnahme eines bei tiefen Außentemperaturen abgestellten Fahrzeuges ist das sogenannte Kaltstartverhalten. Durch definierte Umgebungsbedingungen lassen sich gezielt diverse Motorkomponenten, wie z.B. Treibstoff- oder Motorvorwärmung testen. Weiters kann auch die Erwärmung des Motorraumes bei extremer Hitze und hohen Motorlasten untersucht werden.

 

Verschmutzungstests

Klare Sichtverhältnisse durch die Seitenscheibe auf den Rückspiegel sind entscheidend für die Verkehrssicherheit. Bei Kolonnenfahrten auf regen- oder salznasser Fahrbahn führt die sogenannte Gischt unweigerlich zu einer Beeinträchtigung der Sichtverhältnisse. Diese Art von Verschmutzungseffekten wird durch ein gezieltes Besprühen der Fahrzeugfront mit fluoreszierender Flüssigkeit bei entsprechender Ausleuchtung mit Schwarzlichtlampen sehr gut sichtbar und gestattet eine detaillierte Analyse des Strömungsverlaufes. Ein Variantenvergleich verschiedener Fahrzeugfrontpartien, Windabweiser oder auch Spiegelformen ermöglicht eine zeiteffiziente Optimierung und Weiterentwicklung.

 

Thermal Management

Unter Thermal Management wird das Zusammenwirken aller Randparameter und Schnittstellen im bzw. zum Motorraum verstanden, wobei besonderes Augenmerk auf den Luftwiderstand, auf die Luftführung im Motorraum und auf den so genannten Underhoodflow gelegt wird. Hierzu ist eine möglichst reale Simulation der thermischen Situation mit Fahrtwind, zyklische Lastwechsel und unterschiedliche simulierte Antriebsleistungen erforderlich.

 

Aerodynamik

Schnelle Autos verlangen nicht nur einen starken Antrieb sondern setzen auch hohe Ansprüche an die verwendeten Bauteile, welche leicht, stabil und geräuscharm zugleich sein müssen. Die Simulation von Windgeschwindigkeiten bis 300 km/h bietet dem Hersteller die Gelegenheit, diese Bauteile wie z.B. Cabriodächer, Spoiler oder auch Schiebedächer zu testen und zu vergleichen.

 

Prüfungen gemäß dem ATP-Übereinkommen

Für den Transport leicht verderblicher Lebensmittel müssen die hierfür vorgesehenen Aufbauten oder Container bestimmte Anforderungen erfüllen. Diese Anforderungen wie z.B. der erforderliche geringe Wärmedurchgangskoeffizient oder die notwendige Kälteleistung des Kälteaggregates sind in Typentests nachzuweisen. Für in Betrieb befindliche Beförderungsmittel sind wiederkehrende Prüfungen erforderlich.

RTA Rail Tec Arsenal ist für Österreich die Prüf- und Zertifizierungsstelle gemäß dem ATP-Übereinkommen.

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