Luftfahrtindustrie

Auch die Luftfahrtindustrie benötigt für klimatische Erprobung neuer Produkte Klima-Wind-Kanäle, da "in-situ" Untersuchungen zeitaufwendig, schlecht reproduzierbar und oft auch nicht ungefährlich sind.

Als Beispiel werden nachfolgend einige der erforderlichen Tests für die Zulassung eines Hubschraubertriebwerks beschrieben, die von Rail Tec Arsenal durchgeführt werden.

Für das Durchfliegen von unterkühlten Wolken sind die atmosphärischen Vereisungsbedingungen nach einschlägigen Normen herzustellen. Dabei muss der flüssige Wassergehalt der Luft bei einer bestimmten Tröpfchenverteilung und bei verschiedenen Windgeschwindigkeiten sichergestellt sein, was mit neuesten Messmethoden online möglich ist. Die durch Vereisung entstehenden Druckverluste an den Turbineneinläufen und Veränderungen im Luftdurchsatz werden messtechnisch dokumentiert.

Der so genannte "ice-shedding"-Effekt tritt auf, wenn die Maschine in vereisende Witterungsbedingungen gerät und der Pilot rasch wärmere Witterungsbedingungen aufsuchen muss. Durch die rasche Erwärmung können sich bereits gebildete Eisansätze ablösen und in die Turbineneinlässe gelangen und dort zu Störungen und Beschädigungen führen.

Durch Kondensationserscheinungen im Kraftstofftank können bei längeren Flügen mit tiefen Außentemperaturen Eiströpfchen entstehen. Dadurch kann sich der Kraftstofffilter verlegen, was jedoch nicht zum Ausfall der Triebwerke führen darf.